Schatten ins Licht stellen

Licht-Blick-Kirche an der Burg wird Sonntag, 2. Februar, eröffnet

Vierzig Strahler werden am kommenden Sonntag, 2. Februar, um 17 Uhr beim Eröffnungsgottesdienst der Lichtblickkirche in Wewelsburg die Jodokuskirche zum ersten Mal in eine unbeschreibliche Atmosphäre tauchen. In der Verbindung von Licht, Musik und Wort wird eine ganzheitliche Form spiritueller Begegnung ermöglicht. Im Gesamtkonzept des Projekts werden einzelne Kurzmeditationen, Lichtblicke genannt, Grundgefühle wie „Trauer, Freude, Einbrüche ins Leben, Dankbarkeit, Liebe, Trost oder Herzlichkeit“ genauso zur Sprache bringen wie lokale Besonderheiten des Dorfes und seiner Umgebung. Eine kleine Auswahl wird am Sonntag davon präsentiert.

Der 2. Februar als Lichter- und Kerzenfest der Kirche ist für die Eröffnung nicht zufällig gewählt, liegt er doch zwischen zwei Daten, die an die dunkelste deutsche Geschichte erinnern, den 75. Gedenktagen der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar und vom KZ Niederhagen am  2. April in Wewelsburg. Die Burg und ihr Umfeld mit der Gedenkstätte 1933 – 1945, dem Museum und der Jugendherberge fühlen sich heute besonders den Menschenrechten und dem Grundsatz verpflichtet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Für Christen hängen Menschenwürde und Gotteswürde zusammen. Wer Menschen verletzt, verletzt Gott. Darum will die Licht-Blick-Kirche die Schatten und dunklen Seiten menschlichen Lebens zur Verwandlung in das Licht Gottes halten.

Das gesamte Projekt „Kirche an der Burg“ des Pastoralverbunds Büren, in dessen Rahmen die Licht-Blick-Kirche steht, widmet sich dem Gedanken der Humanität in unserer Zeit. Es muss ans Licht kommen, wie gedanken- und rücksichtslos Menschen auch heute miteinander umgehen, sich gegenseitig ausgrenzen oder eher übereinander als miteinander reden. Der Mensch gewordene Gott hat die Lichtquelle eines heilen und ganzheitlichen Lebens in Frieden und Versöhnung in uns begründet. So die Botschaft des Lichtmesstages.


Drucken   E-Mail